Niveau A1

Der Dativ: -e, -a (Wohin? und Wem?)

Der türkische Dativ antwortet auf die Fragen Nereye? (Wohin?) und Kime? (Wem?). Er drückt Richtungen, Ziele und das indirekte Objekt aus.

AuslautVokaleSuffixBeispiel
Konsonanta, ı, o, u-aokula (zur Schule), sokağa (auf die Straße)
Konsonante, i, ö, ü-eeve (nach Hause), işe (zur Arbeit)
Vokala, ı, o, u-yaarabaya (ins Auto), odaya (ins Zimmer)
Vokale, i, ö, ü-yehastaneye (ins Krankenhaus)

Wichtige Besonderheiten beim Dativ

  • Endet das Nomen auf einen Vokal, wird der Bindekonsonant -y- eingefügt: *sinema-y-a*.
  • Bei Pronomen gibt es zwei unregelmäßige Formen: *ben* wird zu bana (mir / zu mir) und *sen* zu sana (dir / zu dir).
  • Schlusskonsonanten erweichen oft vor dem Dativvokal: *mutfak* → *mutfağa*.

Beispiele

  • Yarın okula gidiyorum.Morgen gehe ich zur Schule.
  • Akşam eve dönüyoruz.Am Abend kehren wir nach Hause zurück.
  • Lütfen bana yardım et.Bitte hilf mir.
  • Ahmet hastaneye gitti.Ahmet ist ins Krankenhaus gegangen.
  • Bu mektubu Ali'ye ver.Gib diesen Brief Ali.

Typische Fehler

  • ✗ evye✓ eveIm Deutschen verbindet man Wörter nicht mit Bindekonsonanten, im Türkischen wird das Puffer-y nur nach Vokalen eingefügt: nach Konsonant heißt es eve.
  • ✗ Beni bak.✓ Bana bak.Im Deutschen verlangt anschauen den Akkusativ (Schau mich an), im Türkischen fordert das Verb bakmak zwingend den Dativ: Bana bak.
  • ✗ sene yardım✓ sana yardımIm Deutschen lautet das Pronomen dir, im Türkischen lautet die unregelmäßige Dativform von sen immer sana, nicht sene.
  • ✗ Hadi sinemaa!✓ Hadi sinemaya!Endet das Nomen auf einen Vokal, braucht der Dativ das Puffer-y: sinemaya, nicht sinemaa.
  • ✗ mutfaka✓ mutfağaAuf Deutsch bleibt das k in Küche hart, im Türkischen erweicht das k am Wortende vor der Dativendung zu yumuşak ğ: mutfağa.